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Erkenne dich selbst – oder: ich google also bin ich

Erkenne dich selbst hiess es bei den alten Griechen. Heute google ich mich. Das vereinfacht einiges. Doch was will ich über mich im Netz lesen?

Was publiziere ich auf den zahlreichen Kanälen? Welche Botschaft habe ich für die Welt? Muss ich da überhaupt mitmachen oder kann ich einfach den Kopf einziehen, die Tastatur still halten und mich der ganzen Mitteilungsflut entziehen? Das wäre eine Möglichkeit. Es würde mir viel Zeit sparen, ich müsste mich mit zahlreichen Fragen nicht auseinandersetzen. Ich könnte daheim bleiben, meinen Garten kultivieren (um es mit Voltaire zu sagen) und die digitale Welt digital sein lassen.

Das wäre ein mögliches Kommunikationskonzept. Für mich kommt es nicht in Frage. Ich möchte mich in der digitalen Stadt, die da weltweit im Netz entstanden ist bewegen können. Was also ist meine Botschaft? Welches sind meine Zielgruppen? Was ist für diese Zielgruppen interessant? Welche Ziele habe ich? Wie trenne ich meine geschäftlichen und meine privaten Aussagen? Kann man das überhaupt? Was gehört nicht ins worldwide Web? Das sind alles Fragen, mit denen ich mich auseinandersetzen muss. Einige Tage Arbeit und Brainwork braucht das sicher.

Doch der Einsatz lohnt sich. Noch ein bisschen Nonsense in der allgemeinen Nonsense-Flut – so stelle ich mir meinen Auftritt in worldwide Web nicht vor. Ich bin gespannt, was ich über mich herausfinden werde. Es geht halt auch heute darum, sich selbst zu erkennen. Ich bleibe dran. Fortsetzung folgt.

Wir schaffen Freiräume. Für eine Schule der Zukunft.

Die Rudolf Steiner Schulen Zürich, Sihlau und Winterthur sowie die Atelierschule Zürich als gemeinsame Mittelschule planen grössere Bauvorhaben. Die Grundlage der Finanzierung sollen Eigenmittel der Schulen und der Stiftung im Betrag von CHF 22,5 Mio bilden, die im Rahmen eines auf fünf Jahre (2013 bis 2017) angelegten Gesamtprojekts Fundraising durch Spenden und Zuwendungen von Privatpersonen, Unternehmen, der öffentlichen Hand und von Stiftungen erbracht werden sollen. ex verbo ist ehrenamtlich für die Kommunikation der Fundraising-Kampagne zuständig. Dazu gehören:

  • Text und Konzept für eine Broschüre und diverse Print-Massnahmen
  • Aufbau und Pflege einer Website: www.freiraum-schaffen.ch
  • Content-Planung und -Realisierung
  • Text und Versand eines elektronischen Newsletters
  • Betreuung einer Seite auf Facebook
  • Organisation von Medienanlässen

GAA Alumni Network

Das GAA Alumni Network (GAA) ist eine unabhängige Alumni-Organisation für die Absolventen der MBA, PhD, MSc, CAS, BBA, und BOEK-Lehrgänge des Lorange Institute of Business Zürich mit ungefähr 500 Mitgliedern. Hauptziel der Organisation ist es, das Netzwerk und den fachlichen Austausch zwischen den Mitglieder zu stärken – online und offline. Dazu werden einerseits Events in der Schweiz und in Deutschland organisiert. Andererseits hat das virtuelle Netzwerk, die Community im Web, ganz besonders in den Business-Netzwerken wie Xing und Linkedin eine immer grössere Bedeutung.

ex verbo ist für das Community Management im weitesten Sinne zuständig. Dazu gehören

  • der Aufbau und die Pflege der Website
  • die Moderation der Gruppen auf Xing und Linkedin
  • die Kommunikation via Facebook, Twitter und google+
  • die Erstellung und der Versand eines elektronischen Newsletters

sowie – offline:

  • Redaktion eines Print-Newsletters
  • die Unterstützung bei der Organisation von Events

Big Brother is watching you

Um das Positive gleich vorweg zu nehmen: Wir sind nicht allein, niemand von uns. Big Brother interessiert sich für jeden von uns. In dieser Hinsicht ist er gerecht. Doch damit hört es dann auch schon auf.

Big Brother ist wirklich sehr aufmerksam. Er beobachtet sämtliche meiner Clicks, liest meine Mails, vertieft sich in meine Blogs (was mir das gute Gefühl gibt, dass ich immerhin einen Leser habe), verfolgt meine Posts, kontrolliert meine Freunde. Big Brother entgeht nichts. Wie ich mich dabei fühle? Ich rede mir ein, dass mir das nichts ausmacht, dass heute sowieso jeder, der sich im Web tummelt, alles öffentlich macht und keine Geheimnisse haben kann. Und doch hat das Ganze einen unangenehmen Nachgeschmack.

Die Situation ist eigentlich nicht anders als während meiner Schulzeit im Internat. Jedes Mal, wenn ich über den Schulhof lief, konnte das jeder sehen. Big Brother hatte damals einen Namen und Luzio, so hiess her, wusste genau, wann ich die Aufgabenzeit wieder einmal abkürzte und mich zu einer der raren Telefonkabinen (die gab es damals noch) stahl oder in der Musikbude Klavier spielte statt Chemie zu büffeln.

Big Brother ist mir also vertraut und weckt schon fast nostalgische Gefühle. Doch eigentlich hasse ich ihn. Und eigentlich gehört er nicht ins Web, das ursprünglich anarchisch und frei konzipiert wurde. Meinungsfreiheit ist eines der höchsten Güter der Menschheit – sie wird im Internet in unserer hochzivilisierte Welt, in Länden, die stolz sind, dass ihre Bürgerinnen und Bürger frei sind, jeden Tag mit Füssen getreten. Damit sind wir zweihundert Jahre zurückgefallen. Und kaum jemand regt sich wirklich darüber auf. „Sir, gebt uns Gedankenfreiheit„, hiess es schon bei Schiller. Genau das muss unsere Forderung auch heute sein. Die Freiheit des Denkens, insbesondere auch in weltanschaulichen und politischen Fragen, darf uns niemand nehmen. „Stand up and fight back“ – das sollten wir nun tun. Und wenn es das Ende des Internets wäre, wie wir es heute kennen. Vielleicht braucht es ein ganz anders Netz – keine Ahnung. Es gibt genug kluge Köpfe, die darüber nachdenken könnten. Wacht auf und setzt euch dafür ein, dass unsere Gedanken wieder frei werden!

PS: Mehr zum Thema: 5 Nobelpreisträger, 560 Schriftsteller gegen die Massenüberwachung. Zitat: „Ein Mensch unter Beobachtung ist niemals frei; und eine Gesellschaft unter ständiger Beobachtung ist keine Demokratie mehr. Deshalb müssen unsere demokratischen Grundrechte in der virtuellen Welt ebenso durchgesetzt werden wie in der realen“. Hier geht’s zum Aufruf: http://bit.ly/1hIVIax

“I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it.” (Evelyn Beatrice Hall)